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16.07.2010

TÜV-geprüfte Sicherheit

Das TPW Prüfzentrum in Neuss bietet als bisher einziger Dienstleister in Deutschland Werkstoffprüfungen mit dem v|tome|x L450 Computertomographen (CT) an. Das 3,5 x 5 m große Gerät der GE Sensing & Inspection Technologies GmbH, Wunstorf, kann sogar Motoren bis zu den Ausmaßen von 1,2 x 0,8 m im Ganzen zerstörungsfrei untersuchen und dabei bis zu 1 mm kleine Details im 3-D-Modell erkennbar wiedergeben. Die 450 kV-Röhre des CT durchdringt mit ihrer Strahlung bis zu 100 mm Stahl.

 

Qualität und einwandfrei funktionierende Technik ist gewährleistet, wie nun auch der TÜV Rheinland bestätigte. Eine Zertifizierung dieses Hightech-Gerät für die Werkstoffprüfung durch Spezialisten ist nötig, weil Computertomographen dieser Größenordnung bisher nur in der Forschung und der Industrie im Einsatz waren.
Gegenüber der konventionellen Werkstoffprüfung bietet der Computertomograph wesentliche Vorteile: Das klassische zweidimensionale Röntgenbild wird durch eine dreidimensionale 1:1-Abbildung des Werkstücks ersetzt. Sie ermöglicht es, Besonderheiten im Material genau in Größe und Position zu definieren. „Aus der Fehlergröße lassen sich anschließend Haltbarkeitswerte ableiten, zu denen man nach den konventionellen Prüfmethoden keine gesicherte Aussage treffen kann“, erklärt Dr. Peter Mikitisin, Leiter der Computertomographie beim TPW Prüfzentrum. Dabei ist jeder Werkstoff für die Prüfung im CT geeignet. Ob Kunststoff, Keramik oder Stahl – Unverträglichkeiten gibt es nicht.
Ein weiterer Vorteil ist die Darstellungsvielfalt des CT-Bildes: Es kann selbst die Stellen originalgetreu abbilden, die mit herkömmlichen Methoden nicht zu erreichen sind, zum Beispiel das verwinkelte Innere eines Kaninchenschädelknochens. Für die detailgetreue Vermessung dieses für die Werkstoffprüfung eher ungewöhnlichen Objekts für die Ausbildung von Tiermedizinern sorgte der v|tome|x L450, nachdem herkömmliche medizinische Tomographen nicht die nötige Detailvielfalt boten. Da der Abstand zwischen Röhre und Werkstück variabel ist, kann der CT sowohl sehr kleine Objekte mit einem Volumen von weniger als 1 mm3 erfassen als auch Bauteile mit besonders großen Ausmaßen (~ 1 m³) effektiv prüfen. Neben Automobil- und Zulieferindustrie, Luft- und Raumfahrtindustrie, Elektro-/Elektronikindustrie sowie Kunststoff und Keramik verarbeitender Industrie eignet sich der CT für Materialprüfungen in der Gießerei- und Medizintechnik. Da sowohl der Detektor als auch die Halterung für das Prüfteil beweglich sind, können Größenunterschiede der Werkstücke ohne Detailverlust ausgeglichen werden. 
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